Veröffentlichungsdatum: 09.01.2026
Hallo Miteinander,
willkommen beim Jahresrückblick 2025 von Aurum und Alex - diesmal etwas differenzierter zum Thema P2P, Renditen und Plattformen. Dieser Artikel hier soll das entsprechende Youtube Video abdecken, aber stellt eine redigierte Version dar. Und wie ihr sehen könnte, haben wir technisch aufgerüstet: Kamera-Setup bei Alex, Licht und natürlich Mikrofone. Für uns ist das ein neues Format und stellt den Prototyp für unser erstes Dialogformat als DIE-P2P-MACHER dar, in dem wir erst noch Routine aufbauen müssen. Gebt uns daher gerne Feedback: Was hat euch gefallen? Was hat gefehlt? Was können oder sollten wir weglassen? Dies gerne als Kommentare unter dem Video oder in unserer Telegram Gruppe. Bedenkt natürlich bitte auch, dass wir zeitlich nicht jede Plattform abhandeln konnten.
Zu unseren Highlights zählten insbesondere die White-Label-Solution-Plattformen Devon und Asterra, die klare positive Überraschung Loanch sowie die spürbare Reife von Nectaro. Auf der Ärgernis-Seite standen sinkende Marktzinsen, wiederkehrende Cashdrag-Phasen und einzelne Plattformthemen – allen voran der Esketit-Umzug, die zunehmende Unübersichtlichkeit bei Maclear und die Dauerbaustelle EstateGuru sowie zum Jahresende die Causa Ventus and Beyond. Unseren Abschluss finden wir dann für einen positiven Blick auf 2026 und eine Selbsteinschätzung bzw. Strategieänderung.
Beginnen wollen wir erstmal damit, dass nachdem wir nun so viel über P2PDash.com bringen nun von Portfolio Performance zu P2P Dash gewechselt sind. Unsere Portfolios könnt ihr mit den geteilten Links also nun selbst jederzeit verfolgen. Dies hat auch Auswirkung auf die monatlichen Portfolio Updates und wir werden für Januar auch hier den Umstieg vollführen.
Unsere P2PDash.com Portfolios:
Aurum & Alex
Und ein paar Anleitungsvideos unserer YouTube Serie.
2025 war bei uns Machern von viel Bewegung im Portfolio geprägt. Das lag nicht nur an den Zinsen, sondern auch an Kampagnen, Ein- und Auszahlungen, Umschichtungen und bewussten Parkpositionen. Bei Aurum war Bondora phasenweise genau so ein Parkplatz, um Kapital zwischenzuparken und anschließend gezielt weiterzuschieben. Bei Alex zeigen sich im Jahresverlauf ebenfalls Peaks und Bewegungen, die sich oft mit Kampagnen (z.B. bei Loanch und Nectaro) oder Plattformwechseln erklären lassen.
2025 war für uns ein sehr starkes P2P-Jahr: ohne eigene Ausfälle, mit viel Bewegung durch Kampagnen, Umschichtungen und gezielte Anfänge bzw- auch Ende. Unterm Strich stehen bei Alex rund 46.000 € und bei Aurum knapp 31.000 € an Zinseinkünften für 2025 an. Beide Angaben natürlich in Brutto, also ohne Kapitalertragssteuer, aber mit Berücksichtigung von Quellensteuer bei den entsprechenden Plattformen. Wir sagen das bewusst so klar, weil Zahlen am Ende das sind, was einen Jahresrückblick erdet. Wir hatten keine eigenen Ausfälle – und das ist in diesem Segment alles andere als selbstverständlich. Wir beschreien das nicht, denn P2P ist und bleibt ein Hoch-Risikomarkt.
1% Cashback auf den durchschnittlichen Portfoliowert der ersten 90 Tage nach Registrierung. Es wurde zudem eine neue Kampagne für den Januar 2026 geteasert.
Unser *Affiliate Link
1% Cashback auf den durchschnittlichen Portfoliowert der ersten 30 Tage nach Registrierung.
Unser *Affiliate Link
1) White-Label-Solutions: Devon und Asterra als Positivstart
Für Aurum waren Devon und Asterra echte Highlights 2025. Die neue Plattform Devon wurde im April spürbar relevant, mit einem ersten größeren Einstieg und anschließendem kontinuierlichen Aufstocken über das Jahr auf ca. 25.000 €. Asterra war gleichfalls interessant, wenn auch er etwas länger gehadert hat und erst später eingestiegen ist. Dann aber durch den Besuch der Devon und Asterra Plattformen vor Ort im Oktober wurde Asterra auf ein ähnliches Niveau zu Devon angehoben und Devon zudem auch noch ein letztes mal aufgestockt. Bei Asterra überzeugte das Modell, Projekte zu bauen, zu vermieten bzw. zu refinanzieren und als Investor projektweise weiterzuwandern, ist spannend, muss sich aber über die Zeit beweisen - etwas was für 2026 für mehrere Häuser erwartet wird. Zum Jahresende kam bei Asterra zudem das CLT/GLT-Thema (Fertigung, Module, Logistik) hinzu (Artikel zum CLT/GLT Projekt).
2) Loanch – vom Fehlstart zur klaren positiven Überraschung
Alex ist im Juni 2025 bei Loanch eingestiegen – und rückblickend war das eine durch und durch positive Überraschung.
Der Start war von Skepsis geprägt: Die Einbindung in die Fingular Group, der CEO Maxim Chernuschenko sowie die Verbindung zum Cashwagon-Fall auf Mintos hatte Loanch bei Alex zunächst keinen einfachen Stand. Rückblickend muss man ehrlich sagen: der Einstieg hätte früher kommen sollen. Im operativen Betrieb läuft Loanch bislang sehr geschmeidig (Follow Up Artikel). Prozesse sind klar, die Plattform wirkt stabil und gut steuerbar. Besonders positiv fällt Tambadana als Kreditgeber auf. Die monatlichen Einblicke in Kennzahlen schaffen Transparenz und ermöglichen fundierte Entscheidungen. Die Zinsen sind ok bis solide, gerade im Kontext von Malaysia und dem damit verbundenen Landesrisiko. Hinzu kommen regelmäßig Kampagnen, die sinnvoll gestaltet sind und zur Teilnahme einladen. Ein Punkt bleibt jedoch klar auf der Watchlist: die Umsatzrendite, die seit September 2025 kontinuierlich sinkt. Das ist kein unmittelbares Alarmzeichen, sollte aber 2026 aufmerksam beobachtet und verfolgt werden!
3) Nectaro ist 2025 endgültig erwachsen geworden
Bereits 2024 gestartet, hat Nectaro 2025 seine volle Stärke gezeigt. Gegründet 2023, von Beginn an reguliert, mit einer interessanten Mischung aus Ländern, Zinsen sowie Privat- und Geschäftskrediten. Was Nectaro auszeichnet, ist die Kombination aus verlässlicher Lieferung, guter Kommunikation und einem nahbaren CEO, ohne dabei ständig Maximalrenditen zu versprechen. Kampagnen sind attraktiv, aber nicht aufdringlich. Aus unserer Sicht ist Nectaro inzwischen ein echter Kernbaustein (Quo Vadis Bericht). Für 2026 ist der Zweitmarkt angekündigt, daneben sind weitere kleinere Komfort- und Prozessverbesserungen zu erwarten. Vielleicht aber mit einem Zweitmarkt dann auch eine Zinssenkung der Langläufer?
Was wir im Video weggeschnitten hatten: Einen gewissen Humor gibt es ebenfalls: Während Mintos 2025 eine 0,29-%-Gebühr für die Nutzung von Auto-Invest einführt, vergibt Nectaro kurzerhand dafür einen Zinsbonus, wenn man den Auto-Invest nutzt.
4) Plattform-Ausmisten: bewusste Reduktion statt Plattform-Zoo
Alex hatte zwischenzeitlich nahezu 20 Plattformen parallel im Betrieb. Unabhängig von den investierten Summen wurde der Verwaltungsaufwand schlicht zu hoch. Nach dem Jahreswechsel zu 2025 begann daher bewusst das Ausmisten. Bei manchen Plattformen – etwa Bondora – geht das schnell. Bei anderen, wie Crowdpear oder Stikcredit, zieht sich der Abbau über Monate, wenn man ohne Abschläge über den Zweitmarkt vorgehen möchte. In Summe sind 2025 sieben Plattformen (Crowdpear, Stikcredit, Bondora, Monefit, Fintown, Lonvest, Robocash) komplett rausgefallen. 2026 wird dieser Prozess weniger aggressiv fortgeführt, die Richtung bleibt aber klar: weniger Komplexität, bessere Steuerbarkeit.
Anmeldebonus von 5€ für Neukunden, wenn ihr innerhalb der ersten 30 Tage 50€ investiert und behaltet.
Unser *Affiliate Link
0,25% Cashback Bonus auf das Netto Investment der ersten 90 Tage.
Unser *Affiliate Link
1) Zinssenkungen: marktweit, strukturell und kein Zufall.
2025 war geprägt von Zinssenkungen im gesamten P2P-Markt. Fast alle großen Plattformen waren betroffen.
Bei Mintos als Platzhirsch nach Größe vermuten wir wenig Zufall. Der Ausbau des Anleihegeschäfts zur echten Multi-Asset-Plattform in Kombination mit großvolumigen Rückkäufen (u. a. Eleving, Placet, Delfin) verändert das Angebot zulasten klassischer Kreditrenditen.
Bei Swaper ist die Lage anders: Wandoo benötigt seit dem Sommer kein zusätzliches Kapital mehr. Die Plattform ist überlaufen, Zinssenkungen dienen hier klar der Margensteuerung.
Bei Income ist der Fall Danarupiah besonders. Die Zinssenkungen um jeweils 1% in 2024 von 15 → 14, 2025 von 14 → 13 und voraussichtlich 2026 von 13 → 12 sind gesetzlich getrieben. Indonesien hat 2023 strikte Anti-Wucher-Gesetze eingeführt. Diese werden bislang nicht durch alternative Gebühren kompensiert.
Zinssenkungen führen zudem häufig kurzfristig zu Cashdrag, weil man vor einem Abzug zunächst noch innerhalb der Plattform nach Alternativen sucht.
2) Cashdrag bleibt ein realer Renditekiller
Und dann sind wir schon Thematisch auch beim Cashdrag angekommen - klingt harmlos, frisst aber Rendite – insbesondere bei größeren Beträgen. 2025 haben wir das auf mehreren Plattformen erlebt, vor allem dann, wenn viel Kapital auf zu wenig Angebot trifft. Man kann damit umgehen, aber es kostet Zeit, Nerven und Opportunität.
3) Esketit-Umzug von Irland nach Kroatien: Vorgehen unglücklich, Vertrauen belastet
Nicht wegen des Umzugs an sich, sondern wegen des Vorgehens. Ein Blogpost kündigt den Umzug an, ein zweiter setzt ihn um – und plötzlich ist der Zweitmarkt abgeschaltet. In Alex’ Fall waren dadurch rund 40.000 € faktisch gebunden im Sinne fest gegossenem Beton. Zwischen Ankündigung und Umsetzung lagen nicht einmal zwei Wochen. Für 10 bis 12 % Rendite braucht man ein solches Vorgehen ehrlich gesagt nicht. Die Zahlen der Kreditanbahner für 2025 müssen nun zeigen, dass hier Substanz vorhanden ist und nicht nur Gutsherrenart gegenüber Investoren. Esketit steht also auf Bewährung bei Alex.
4) EstateGuru: geräuschlos heißt nicht gut
Bei Aurum war EstateGuru 2025 ärgerlich – gerade weil scheinbar nichts passiert ist und man noch hoffte es 2025 endlich abschließen zu können. Ein einzelnes in Default befindliches Projekt konnte trotz neuer EstateGuru Auktionsseite die lediglich auf echte Auktionsseiten weiterleitet hat hier auch nicht helfen. Dieses Thema wird separat noch einmal in einem Bericht von Aurum aufgearbeitet.
5) Maclear: Bonuslogik, Komplexität und zunehmende Unübersichtlichkeit
Maclear wurde 2025 von Renditebringer zum Abbau umgestuft. Die Bonusmechaniken wirken rechnerisch attraktiv, sind buchhalterisch und in der Transparenz jedoch nicht sauber abbildbar und für die Steuer taugt der Bericht nicht. Dazu kam viel Grundrauschen von angeblich illegalen Cannabisanbau der noch leicht belegbar war, über einen seltsamen Italienischen Insolvenzfall der durch den Eigentümer privat gezahlt wurde, oder eben die Unerträglichkeit von 8Lends. Nicht einmal das Dashboard war zwischenzeitlich mit Informationen gefüllt sondern mehr mit Werbung. Ein neues Projekt konnte ebenfalls kaum von 8Lends anfangs unterschieden werden und erst mit dem gefühlt letztem Klick für das Investment wurde man enttäuscht, dass das Projekt gar nicht auf dieser Plattform investiertbar ist. Frust baute sich auf. Telegram wird stärker beschnitten. Die Bestrebung nach der ECSP Regulierung wurde erneut schriftlich benanntk, ist aber weiterhin unglaubwürdig nachdem diese vor 2 Jahren im gleichen Status war. Bots wurden gefühlt schon länger eingesetzt und auch immer mehr und immer offensichtlicher und dies wurde auch in einem Blogbeitrag von Maclear zum Jahresende dann auch bestätigt. Aurum war das alles zu viel und ist daher klar auf Abbaukurs und reduziert die Position gezielt und sehr stark. Von der Spitze bei 31.000€ geht es nun auf 5.000€ herunter. Der Abbau des Renditebringer wird damit aber auch das Renditeniveau klar senken.
6) Ventus: Diskussionen, Staub und ein beschädigtes Bauchgefühl
Ventus war Ende 2025 stark von externer Kritik und Community-Diskussionen geprägt. Wir bleiben investiert, aber das Bauchgefühl ist nicht mehr unverändert positiv (#Fanboy auf Invest und im Jahresverlauf 2025).
Ein möglicher Befreiungsschlag 2026 hängt für uns an drei Punkten:
auditierte Zahlen 2024 gefolgt von 2025 (in genannten Zeitraum, kein ewiges Vertrösten!)
klare Kommunikation ohne nachträgliche Verwässerung (z.B. dem Abstufen von Audit auf Review und stiller Webseitenanpassung)
und eine relevante Refinanzierung über eine Bank als echte Drittparteiprüfung (i.e. PH Jugla)
Wir schauen auf 2026 mit einem kleinen Ausblick
Aurum: weniger Wachstum, mehr Cashflow und saubere Prozesse. 2026 wird für Aurum sehr wahrscheinlich kein Jahr mit starkem Wachstum durch frisches Kapital. Der Fokus liegt klar auf Cashflow, also auf Auszahlungen statt maximalem Re-Invest. Compounding-Einstellungen wurden bereits bewusst ausgeschaltet, Plattformen gezielt als Cashflow-Bausteine eingesetzt, um in die Haushaltskasse beizusteuern. Gleichzeitig bleibt Offenheit für neue Plattformen bestehen. Eine weitere White-Label-Solution werden wir in kurzer Zeit sehen und so werden noch weitere Plattformen 2026 kommen. Zudem sind mit Lendiball und FF Forest auch vor nicht so langer Zeit interessante Plattformen gestartet. Auch Stock.estate kam erst kürzlich zu mehr Bekanntheit. Was 2025 nicht geklappt hat soll nun aber 2026 endlich klappen: der Ausstieg bei EstateGuru.
Alex: weiter optimieren im Rendite-Risiko-Verwaltungsaufwand-Dreieck. Alex kommt aus einer Phase starken Wachstums. 2026 geht es weniger um neue Plattformen, sondern um Effizienz und Steuerbarkeit der bestehenden. Das Plattform-Ausmisten wird weniger aggressiv fortgeführt, die Richtung bleibt aber eindeutig. Loanch bleibt spannend, Kampagnen hin oder her – Positionsgrößen müssen zur Gesamtrisiko-Logik passen.
Unser gemeinsamer Nenner 2026
Wir wollen weiter transparent begleiten, auch bei unbequemen Themen. Kampagnen ja – aber nicht blind. Gleiches gilt für neue Plattformen. Mehr Dialogformate werden wir führen und auch sonst durch Vor Ort-Besuche, sowie der Invest 2026 wieder nah dran sein.
Danke fürs Mitlesen, Zuschauen, Zuhören, Supporten, Dabei-Sein, Aktiv-Sein, Passiv-Mitlesen, Klicken, Abbonieren, Zuschauerzeit erhöhen, Mitfreuen, Mitfiebern und und und... DANKESCHÖN!!!
Wie immer gilt: Egal was wir tun – wir informieren euch in Telegram, im Blog und auf YouTube.
In diesem Sinne auf gehts! - auf ein renditereiches 2026!