Veröffentlichungsdatum: 25.09.2026
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Liebe Leser,
mittlerweile sind wir bei Teil 3 der Copy Trading Reise angekommen - Teil 1 und Teil 2 mit den jeweiligen Youtube Videos sind entsprechend verlinkt.
Es geht weiter, wobei wir zunehmend weniger beobachten wollen, sondern mehr verstehen. Was passiert zwischen Haupt-Trader und meinem Handelskonto– und welche Auswirkungen haben meine Einstellungen? Teil 3 soll sich also mit dem Weg vom Bot zu meinem Handelskonto beschäftigen.
Als Randnotiz: Das mit der Namenswahl hat nicht so gut funktioniert - ich hatte einige Gespräche über den Bot, aber leider ist inhaltlich keines am Namen vorbeigekommen. Das macht nichts, denn so bleibt es ganz pragmatisch einfach beim "Bot".
Bitte kopiert uns nicht einfach nach und macht nicht ungeprüft das, was wir hier machen. Wir investieren unser hart verdientes eigenes Geld und tragen damit auch selbst das volle Risiko und die Verantwortung für unsere Entscheidungen.
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Ich mache hier keine Werbung für Trading oder Botting, sondern will nur meine Erfahrung teilen, denn ich bin davon überzeugt, daß dies ein spannendes Thema ist.
Eine Frage habe ich dabei bewusst offengelassen: Wie kommt eigentlich das, was der Bot beim Haupt-Trader macht, zu mir auf mein Handelskonto? Meine Einstellungen hatte ich bereits in Teil 1 veröffentlicht – Kontotyp: ProCent, Kopiermodus: Proportional, Kopierfaktor: 1, Hebel: 1:1000. Die technische Erklärung dazu hatte ich auf später verschoben. Genau das holen wir jetzt nach!
Mit all diesen Faktoren und Begriffen schnappen wir uns mal die Arbeitskluft im Maschinenraum und schauen, ob wir ein paar Rohre finden können. Am Ende ist das Versprochene gewesen: ein bisschen Nerdkram. Lasst uns also an der Lieferung arbeiten.
Dass der Bot nicht auf meinem PC läuft, wissen wir bereits aus den ersten beiden Teilen. Ansonsten sagt es ja eigentlich auch schon der Name: CopyTrading. Ich kopiere also den Handel von Anderen, in meinem Fall den bot. Meine Einstellungen hatte ich gerade nochmal wiederholt.
Damit sollten wir kurz klären, wann eigentlich kopiert wird – was sind eigentlich die Arbeitszeiten des Bots? Gemeint sind natürlich Handelszeiten. Der Bot selbst könnte technisch rund um die Uhr handeln. Der für uns relevante Goldhandel aber nicht. Anders als beispielsweise Krypto-Währungen, welche rund um die Uhr gehandelt werden kann, ist XAU/USD grundsätzlich auf die Handelstage von Montag bis Freitag beschränkt. Dafür geht es praktisch rund um die Uhr. Bei uns in Deutschland ist lediglich ungefähr zwischen 23 und 0 Uhr sozusagen "Feierabend". Am Wochenende werden keine neuen Trades eröffnet, offene Positionen können allerdings bestehen bleiben. Was das unter anderem für die Swap-Kosten bedeutet, kommt später.
Vielleicht nochmal als Klarstellung: Ich kopiere nicht den Bot selbst, sondern die Trades, die auf dem Handelskonto des Haupt-Traders aus seinen Entscheidungen entstehen. Kauft der Bot dort Gold, wird auch bei mir gekauft. Verkauft er dort Gold, wird auch bei mir verkauft. „Derselbe Trade“ bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass er bei mir auch exakt zum selben Kurs oder in derselben Größe ausgeführt wird. Warum das so ist, schauen wir uns später noch an.
Natürlich macht es einen Unterschied, ob ich mit 10.000, 50.000 oder 100.000 USD unterwegs bin. Die Handelsrichtung bleibt gleich, die Positionsgröße aber nicht. Sie muss zu meiner Investitionsgröße, meinem Risikofaktor und meinem Puffer passen. Dazu kommen wir ebenfalls gleich.
Zunächst der Kopierprozess einmal kurz visualisiert - er besteht gut sichtbar aus 6 Schritten, welche pro Trade ausgeführt werden. Das ist an sich keine Magie und ist bisher um die 33.000 Mal allein in meinem Konto so abgelaufen:
Grafik erzeugt mit ChatGPT
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Da wir ein deutscher Blog sind, verwenden wir im Wesentlichen auch die deutschen Begriffe. Wo englische Begriffe allerdings geläufiger sind oder schlicht besser in den Sprachfluss passen, bleiben wir bei diesen. Beim ersten Auftauchen findet ihr den englischen Begriff in der Regel in Klammern dahinter.
Meine Einstellungen sind klar, hoffe ich. Ich warne auch nochmal davor, aus Gier oder Glückshoffnung einfach so pauschal am Kopierfaktor herumzuspielen. Dennoch: Es fehlte bisher stets die technische Seite dahinter – daher jetzt.
Der Kopierfaktor ist vereinfacht ein Multiplikator innerhalb der gewählten Kopiermethode. Er beeinflusst also, wie groß die für mein Handelskonto berechnete Position am Ende wird. Deshalb gefällt mir das Bild eines Lautstärkereglers: Die Musik – also die Handelsentscheidung des Bots – bleibt dieselbe. Ich beeinflusse aber, wie laut sie bei mir ankommt.
Entscheidend ist allerdings, worauf dieser Kopierfaktor angewendet wird. Genau hier unterscheiden sich die Kopiermethoden. Bei Fixed gibt es keinen solchen Faktor. Ich lege schlicht fest, welche Lotgröße jeder kopierte Trade bei mir haben soll. Bei Classic wird dagegen die Lotgröße des Haupt-Traders direkt mit meinem Kopierfaktor multipliziert. Bei Proportional kommt zusätzlich das Größenverhältnis zwischen seinem und meinem Handelskonto ins Spiel – und auf diese proportionale Größe wirkt wiederum mein Kopierfaktor.
Schauen wir uns das an einem rein hypothetischen Beispiel einmal an:
Grafik erzeugt mit ChatGPT
Bei Fixed bleibt meine Positionsgröße also gleich, egal ob der Haupt-Trader 1, 2 oder 10 Lot handelt.
Bei Classic folgt meine Positionsgröße direkt seiner Lotgröße und meinem Kopierfaktor.
Bei Proportional kommt zusätzlich das Größenverhältnis unserer beiden Handelskonten ins Spiel. Gerade die beiden Zeilen mit Kopierfaktor 3 machen den Unterschied schön sichtbar: Kopierfaktor 3 bedeutet bei Classic und Proportional keineswegs dieselbe Positionsgröße. Der Faktor verändert nicht die grundsätzliche Logik der Kopiermethode, sondern verstärkt oder reduziert deren Ergebnis.
Damit wird auch meine Warnung aus Teil 1 verständlicher. Ein höherer Kopierfaktor bedeutet eben nicht einfach nur „mehr Gewinn“. Er führt zu einer größeren kopierten Position – und damit wirkt er genauso ins Risiko. Zwei Kopierer können also denselben Bot kopieren und trotzdem eine unterschiedliche Belastung erleben. Nicht weil der Bot unterschiedlich handelt, sondern weil seine Trades unterschiedlich auf ihre Handelskonten übersetzt werden.
Konkret sieht das Menü auf der von mir benutzten Plattform aus:
Dies sind die Abo-Optionen, wenn man das Folgen startet. Diese Einstellungen sind später jederzeit editierbar, wirken sich aber nur auf die neuen Trades aus!
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Damit kommen wir zu einem Punkt, den ich heute wesentlich stärker beachte als am Anfang: Nicht nur, wie viel Geld liegt auf meinem Handelskonto, sondern wie viel Position hängt eigentlich an diesem Geld? Die Basket-Logik und meine größeren Phasen mit offenen Verlusten hatten wir in Teil 2 als sichtbares Phänomen bereits ausführlich betrachtet. Jetzt interessiert mich, was ein solcher Basket technisch mit meinem Handelskonto macht.
Dabei müssen wir zunächst mein ProCent-Konto berücksichtigen. Die Darstellung in Cent wirkt anfangs etwas sperrig, weil Super-Große Zahlen, wird aber schnell Routine. Auch die angezeigten Lotgrößen darf ich nicht gedankenlos mit einem normalen Standardkonto gleichsetzen. Entscheidend ist deshalb für mich: Welche reale Positionsgröße und welches reale Kapital stehen dahinter?
Mein Handelskonto läuft übrigens tatsächlich auf USD – ein Relikt aus der Anfangszeit, als es den Bot noch nicht in einer Euro-Version gab. Für mich kommt damit zusätzlich der EUR/USD-Wechselkurs ins Spiel. Ein Wechsel von USD auf EUR hätte mir allerdings meine bisherige Historie zerschossen, weshalb ich mein Konto nicht umgezogen habe.
Nehmen wir ein Szenario von 60 gleichzeitig offenen Positionen mit jeweils 0,17 Lot und mustergültigem Aufbau analog der Fälle 1 bis 3 aus Teil 2. Rechnerisch ergibt das zunächst: 60 × 0,17 = 10,2 Lot. Wichtig ist dabei die Besonderheit meines ProCent-Kontos: 100 angezeigte ProCent-Lot entsprechen einem Standard-Lot. Unsere 10,2 Lot entsprechen damit 0,102 Standard-Lot. Bei XAU/USD entspricht ein Standard-Lot 100 Feinunzen Gold – wir bewegen mit unserem Basket also insgesamt 10,2 Feinunzen Gold. Bei einem Goldpreis von bspw. 4.500 USD je Feinunze entspricht das einem gehandelten Wert von ca. 46.000 USD. Viele kleine Einzelpositionen addieren sich also zu einer durchaus beachtlichen Gesamtposition auf. Im gehebelten Handel muss ich diesen Wert allerdings nicht vollständig als eigenes Kapital bereitstellen – und genau hier kommen Hebel und Sicherheitsleistung (Margin) ins Spiel. Auf meinem MT4-ProCent-Konto können dabei technisch maximal 200 Trades gleichzeitig offen sein. Dazu kommt mein bereits aus Teil 1 bekannter Hebel von 1:1000. Das bedeutet nicht, dass aus 100 USD plötzlich 100.000 USD werden. Der Hebel beeinflusst vielmehr, wie viel Sicherheitsleistung ich für eine bestimmte Position benötige. Vereinfacht gesagt: Je höher der Hebel, desto weniger Sicherheitsleistung wird für dieselbe Position gebunden. Wie sollte es sonst auch gehen, daß ich mit meinem kleinen Handelskonto ein Volumen von 46.000 USD bewege und dabei noch stabil im Markt stehe?
Für mich wird deshalb diese Kette interessanter:
Kontostand (Balance) → Eigenkapital (Equity) → Sicherheitsleistung (Margin) → freie Sicherheitsleistung (Free Margin) → Margin-Niveau (Margin Level)
Was bedeuten nun diese Begriffe:
Der Kontostand (Balance) zeigt vereinfacht meinen Kontostand nach den bereits abgeschlossenen Vorgängen.
Das Ergebnis der noch offenen Trades verändert dagegen das Eigenkapital (Equity): Eigenkapital = Kontostand + offenes Handelsergebnis. Bei beispielsweise 10.000 USD Kontostand und einem offenen Ergebnis von −2.000 USD bleiben entsprechend ungefähr 8.000 USD Eigenkapital. Ein Teil davon wird als Sicherheitsleistung (Margin) für die offenen Positionen benötigt. Was danach noch verfügbar ist, ist die freie Sicherheitsleistung (Free Margin)
Freie Sicherheitsleistung = Eigenkapital − Sicherheitsleistung
Margin-Niveau = Eigenkapital / Sicherheitsleistung × 100. Damit bekommt der aus Teil 2 bekannte offene Verlust (Floating Loss) eine zweite Bedeutung. Diesmal interessiert mich nicht erneut, wie unangenehm ein großer roter Betrag aussieht. Entscheidend ist, was der offene Verlust technisch mit Eigenkapital, freier Sicherheitsleistung und Margin-Niveau macht.
Sinkt das Eigenkapital und wächst gleichzeitig der Basket weiter, können zwei Effekte zusammenkommen: weniger verfügbares Eigenkapital und zusätzliche benötigte Sicherheitsleistung. Das sind also 2 Größen, welche direkt meinander zusammenhängen und entgegengesetzt laufen. Konsequenz ist, daß wenn wenn das Margin-Niveau unter eine gewisse Schwelle fällt, dann sind wir liquidiert worden. Bei meinem Broker liegt die Grenze bei 30 %. Das Thema zu erklären, würde den Artikel völlig sprengen, aber im Regelbetrieb sind wir richtig weit weg davon (10.000-e % - das ist kein Tippfehler!).
Wichtig: Diese 30 % haben überhaupt nicht zu tun mit dem virtuellen Verlust, welcher am max. Drawdown hängt. Das sind beides Prozentwerte ja, aber wie gesagt: aber mit unterschiedlichen Bezugsgrößen und unterschiedlich berechnet! Bitte nicht zusammenziehen und Dramatik ableiten.
Nach Hebel, Sicherheitsleistung und Puffer stellt sich eine naheliegende Frage: Wo ist eigentlich der Stop-Loss?
Einen klassischen Stop-Loss kann ich beim Bot bislang nicht beobachten. Ein deutliches Indiz dafür ist der historisch maximale Rückgang (Drawdown) von rund 57 % im April 2026. Auch die zeitlich später beobachteten großen Baskets mit bis zu 155 gleichzeitig offenen Positionen wurden trotz erheblicher virtueller Verluste weitergeführt und letztlich wieder positiv geschlossen.
Den Programmcode des Bots kenne ich nach wie vor nicht. Ich kann deshalb nicht ausschließen, dass es einen gibt, aber es spricht aktuell nichts dafür. Statt einen zwischenzeitlichen Verlust durch einen Stop-Loss zu realisieren, bekommt der Basket Zeit. Positionen bleiben offen, weitere können hinzukommen und der durchschnittliche Einstieg verändert sich. Bislang hat dieses Vorgehen funktioniert – auch weil Gold immer wieder erhebliche Gegenbewegungen zeigt. Über den virtuellen Verlust sehen wir das sehr schön im Falle des Falles: Er reduziert das Eigenkapital und damit den verfügbaren Puffer. Der Verzicht auf einen klassischen Stop-Loss beseitigt das Risiko also nicht. Für mich verschiebt sich vielmehr die entscheidende Frage: Hält mein Handelskonto lange genug durch, damit der Bot seinen Basket wieder herausführen kann? Dafür brauchen wir den Puffer - wie gesagt: Das Handelskonto muss atmen und Gold ist ständig in Bewegung.
Jetzt kommen wir auf die Frage von eben zurück: Wenn ich denselben Trade kopiere, warum bekomme ich dann nicht zwingend exakt denselben Kurs?
Zwischen der Ausführung beim Haupt-Trader und meiner eigenen Ausführung vergeht Zeit. Bewegt sich Gold in dieser Zeit, kann mein Trade deshalb zu einem etwas anderen Preis ausgeführt werden. Das nennt man Kursabweichung (Slippage). Bei einem einzelnen Trade können ein paar Cent Unterschied vollkommen unspektakulär sein. Bei sehr vielen Trades erklärt dieser Effekt aber mit, warum die Ergebnisse beim Haupt-Trader und bei mir nicht mathematisch identisch sein müssen.
Denkt an der Stelle bspw. an Fall 2 aus Artikel 2. Beim über längere Zeit verteilten Aufbau der 155 Positionen entstehen solche Abweichungen jeweils einzeln. Beim späteren Schließen vieler Positionen in kurzer Zeit kann der Effekt dagegen gebündelt auftreten. Schließlich bin ich auch nicht der einzige Kopierer.
Dazu kommt ein zweiter technischer Effekt: Lotgrößen sind nicht beliebig teilbar. Ergibt die Berechnung eine Positionsgröße, die mein Kontomodell nicht exakt handeln kann, muss auf eine zulässige Größe angepasst werden. Mindestgröße und Lot-Schritt begrenzen also, wie fein ein Trade überhaupt übertragen werden kann. Bei XAU/USD sind auf meinem ProCent-Konto 0,10 Lot die Mindestgröße, anschließend geht es in 0,01-Lot-Schritten – also 0,11, 0,12 usw. – weiter. Deshalb gibt es die Abrunden-Funktion als Teil der Kopiereinstellungen - s. dazu "round down the copied trade volume" im Bild oben.
Der Bot läuft außerdem nicht auf meinem Handelskonto und auch nicht auf meinem Rechner. Das bedeutet, daß zwischen der Handelsentscheidung des Bots und meiner tatsächlichen Ausführung die CopyTrading-Infrastruktur dazwischen liegt. Auch das ist eine Komponente von Abweichungen.
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(Stand 23.09.2026)
Da wäre zunächst die Geld-Brief-Spanne (Spread), also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Gerade bei einem System mit sehr vielen Trades ist sie interessant, weil sie unmittelbar Teil der jeweiligen Ausführung ist. Da „Spread“ allerdings der deutlich geläufigere Begriff ist, bleibe ich im Weiteren dabei.
Dann gibt es die Übernachtfinanzierung (Swap). Auch hier bleibe ich anschließend beim geläufigeren Begriff Swap. Hier spielen gleich zwei Dinge eine Rolle: Haltedauer und Handelsrichtung. Bei meinem XAU/USD-Setup wird für Kaufpositionen (Long-Positionen) aktuell negativer Swap berechnet – sie verursachen beim Halten über Nacht also Kosten. Bei Verkaufspositionen (Short-Positionen) ist der Swap dagegen positiv und wird meinem Handelskonto gutgeschrieben.
Bleibt ein Basket über Nacht oder mehrere Tage offen, summiert sich dieser Effekt entsprechend. Ihr erinnert euch an den Basket mit bis zu 155 Trades, der letztlich 9 Tage geöffnet war? Es summiert sich, denn von den damals 91 USD Profit waren um die 40 USD letztlich Haltekosten im positiven Sinne.
Im folgenden Bild findet ihr diese Betrachtung für mein Handelskonto dargestellt und die persönlichen Ergebnisse abgebildet.
Die knapp -92 USD entsprechen nicht einmal 2 % meines bisherigen Bruttogewinns von rund 4.791 USD. Swap ist bei mir also nur ein kleiner Kostenblock und durch die bescheidene Größe damit eher vernachlässigbar. Dazu kommen die bereits angesprochenen Rundungs- und Ausführungsunterschiede, welche ich mit mir vorliegenden Daten nicht berechnen kann, weil der konkrete Tradebezug fehl. Behaltet dabei die Spitzen bei der Anzahl gleichzeitig offener Trades aus Teil 2 im Hinterkopf.
Das letzte Update in Teil 2 kam auf Basis der Daten bis einschließlich 05.09.26. Das sind also knapp 2 Wochen seit der letzten Veröffentlichung, wenn wir Freitag bis Freitag anschauen. An sich nicht viel Zeit, aber mehr als genug Zeit, damit es neue Trades gibt.
Das heißt es gab einige Bewegung auf meinem Handelskonto - schauen wir es im Vergleich zwischen 05.09.2026 und dem 19.09.2026 an:
Anzahl Trades: 32.474 Stück → 32.906 Stück
Bruttogewinn: rund 4.170 USD → 4.791 USD
Swap: −77 USD → −92 USD
Nettogewinn: 4.093 USD → 4.699 USD
Handelskontowert: 10.830 USD → 11.435 USD
Max. Drawdown: rund 57 % → rund 57 %
Max. gleichzeitig offene Trades: 155 Stück → 155 Stück
Unterm Strich sind damit innerhalb dieser zwei Wochen weitere 432 Trades und 605 USD Nettogewinn hinzugekommen. Eine sehr erfreuliche Entwicklung, wie ich finde, denn dazu kommt, daß die bisherigen Extremwerte beim Drawdown und bei der Anzahl gleichzeitig offener Trades nicht übertroffen worden sind.
Damit haben die ersten drei Teile für mich inzwischen eine ziemlich saubere Aufgabenteilung:
Teil 1 beschäftigte sich mit der Frage, was bei mir herauskommt – Rendite! // Funktioniert CopyTrading überhaupt? Scheinbar?!
Teil 2 ging es darum, was der Bot eigentlich macht – Arbeiten mit beobachtbaren Mustern auf Basis meiner erlebten Trades!
Teil 3 beantwortet nun die Frage, wie das, was der Bot macht, bei mir ankommt – hoffentlich so nah wie möglich am Haupt-Trader
Wir mussten dafür die großen Drawdowns, Basket-Beispiele oder meine persönlichen Einsatzregeln nicht noch einmal erzählen. Die findet ihr bereits in den ersten beiden Teilen. Diesmal ging es um die technische Verbindung dazwischen: Wie wird aus dem Trade des Bots mein Trade – und was macht dieser anschließend mit meinem Handelskonto? Wir haben also über Kopiereinstellungen und die Auswirkungen der Parameter gesprochen. Gleichzeitig haben wir uns die Kontomechanik verschiedener Werte angeschaut.
Bei all der Technik, Mechanik, etc. dürfen wir die wesentlichen Grundsätze nicht vergessen:
Gold kann ich nicht kontrollieren, denn das ist pure Angebot und Nachfrage - Mechanik
Die Programmierung des Bots kenne ich nicht.
Was ich aber verstehen und beeinflussen kann, ist die Art, wie ich die Trades auf mein eigenes Handelskonto übertragen lasse. Daher alles in einem Satz verdichtet: Nicht Gold und nicht den Haupt-Trader kontrollieren wollen, sondern den Fokus auf die Kopiereinstellungen legen. Also das im Artikel behandelte: Fixed, Classic, Proportional, Kopierfaktor und Puffer im Kontext des eigenen Handelskontos.
In diesem Sinne alles Gute und wir lesen uns :) - falls ihr jetzt völlig verwirrt seid oder etwas überprüfen wollt, Fragen habt und vielleicht einen Austausch sucht – schreibt mich gern an! Dann können wir uns euer Beispiel anschauen.
Eure Macher
Aurum & Alex